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Bei der Ernährung auf Mineralstoffe und Spurenelemente nicht vergessen!

Unter Spurenelementen versteht man Stoffe, die in äußerst geringen Konzentrationen im Körper vorkommen und von ihm aufgenommen werden. Sie sind bei wichtigen biologischen Funktionen beteiligt. Zu den Spurenelementen zählen u.a. Eisen, Magnesium, Jod, Fluor, Zink, Selen, Mangan und Kupfer.

Eisen
Jeder menschliche Körper enthält etwa 4 - 5 Gramm Eisen. Eisen ist wesentlich an der Bildung des roten Blutfarbstoffs, dem Hämoglobin, beteiligt. Es ist die Ursache für die rote Farbe des Blutes und ein wichtiger Faktor zum Transport des Sauerstoffs in unserem Körper. Eisen spielt eine entscheidende Rolle bei allen Stoffwechselvorgängen, die Sauerstoff benötigen. Ein schwerer Eisenmangel äußert sich im Auftreten einer Blutarmut. Weitere Mangelsymptome sind Müdigkeit, Kopfschmerzen, verminderte Leistungsfähigkeit sowie Wachstumsstörungen der Haut und der Hautanhangsgebilde (Nägel, Haare). Verursacht wird ein Eisenmangel vor allem durch chronischen Blutverlust (z. B. Magen-Darm-Blutungen, häufiges Blutspenden). Es ist durchaus verständlich, dass Frauen einen etwas höheren Eisen-Bedarf haben als Männer, da ein regelmäßiger Blutverlust im Rahmen der monatlichen Menstruationsblutung besteht. Die Eisen-Aufnahme erfolgt hauptsächlich durch den Genuss von Fleischgerichten. Doch auch im Gemüse ist Eisen enthalten.

Magnesium
Magnesium ist für die Unterstützung verschiedener Reaktionen in Zellen verantwortlich. Ohne Magnesium würden verschiedene Teilschritte v. a. im Stoffwechsel der Kohlenhydrate viel langsamer vonstatten gehen. Ein niedriger Magnesium-Spiegel führt zu einer gesteigerten Erregbarkeit des Nervensystems, eventuell zu einer Erweiterung der peripheren Blutgefäße. In besonders schweren Fällen kann ein massiver Magnesium-Mangel auch zu Herzrhythmusstörungen führen. Ein Magnesiumüberschuss führt zu einer erniedrigten Erregbarkeit des Nervensystems und verringert die Kontraktionsfähigkeit der Muskulatur.

Die Magnesium-Aufnahme erfolgt hauptsächlich durch Gemüse, womit der tägliche Bedarf von 0,4 Gramm gedeckt wird.

Jod
Der Körper enthält nur etwa 14 Milligramm Jod, jedoch hat das Fehlen dieser geringen Menge weitreichende Folgen für den Körper. Im Körper kommt Jod als Di- und Trijodthyronin, Hormone die von der Schilddrüse produziert werden, vor. Diese Hormone regeln viele Stoffwechselvorgänge des Körpers. Ein Jodmangel führt zur Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf).

Der tägliche Jod-Bedarf beträgt 150 Mikrogramm und wird in unseren Breiten durch die Verwendung von jodiertem Speisesalz und dem Verzehr von Fisch gedeckt.

Fluor
Fluor ist ein wahrscheinlich nicht lebensnotwendiges Spurenelement. Während des Zahnwachstums wurde jedoch eine schützende Wirkung gegen die Entstehung von Karies nachgewiesen. Fluor führt aber keineswegs zu einem schnelleren Zahnwachstum oder einer widerstandsfähigeren Zahnstruktur, es hat lediglich eine - noch nicht restlos geklärte - hemmende Wirkung auf die Bakterien, die die Ursache der Karies sind.

Eine übermäßige Zufuhr von Fluor kann im leichtesten Fall zu einer fleckigen Weiß-Verfärbung von Zähnen führen, in schweren Fällen kommt es zur Braun-Verfärbung. Fluor kommt im Wasser und in vielen Lebensmitteln vor, z. B. in Walnüssen, Sojabohnen, Fisch, Vollkornprodukten und schwarzem Tee.

Zink
Der menschliche Körper enthält etwa 2 - 4 Gramm Zink, der tägliche Bedarf liegt bei 10 - 15 Milligramm und wird durch das Zink-Vorkommen in Rindfleisch, Erbsen und Getreide gedeckt. Ist die Zink-Zufuhr zu gering, was fast nur bei Resorbtionsstörungen des Darmes vorkommen kann, kommt es zu nässenden Hautausschlägen. Die seltene Zinkvergiftung äußert sich durch massive Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen).

Kupfer
Kupfer ist ein Schwermetall, das für niedrige Organismen (Bakterien, Algen) ein schweres Gift ist. Für den Menschen und höhere Tiere ist es ein absolut notwendiges Spurenelement, das zum Aufbau von Blut und für die Pflanzen zum Aufbau von Chlorophyll, dem grünen Farbstoff der Blätter, verwendet wird. Beim Menschen findet man Kupfer noch als Bestandteil verschiedener Enzyme. Die Gesamtkonzentration im menschlichen Körper beträgt allerdings nur etwa 0,10 - 0,15 Gramm. Pro Tag sollten ca. 1 - 3 Milligramm Kupfer zugeführt werden. Es ist in Leber, Eigelb und Fisch enthalten.

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 14.07.2004