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Symptome Frauen/Männer
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen in Wien die häufigste Todesursache dar, wobei festgestellt wurde, dass diese bei den Wiener Frauen (58 %) eine größere Bedeutung einnehmen, als bei den Wiener Männern (48%). Dies ist vor allem durch eine höhere Lebenserwartung von Frauen bedingt. (Quelle: Gesundheitsbericht Wien 2001)
Bei der koronaren Herzkrankheit sind die Koronararterien durch fetthaltige Ablagerungen, die so genannten "Plaques", teilweise verengt oder blockiert. Dieser Prozess kann schon in jungen Jahren beginnen und setzt sich dann über viele Jahre fort. Denken Sie z. B. an ein altes Wasserrohr und was geschieht, wenn sich Kalk darin sammelt. Die Kalkablagerungen können den Durchfluss des Wassers so weit verringern, dass es nur noch langsam tröpfelt. Das gleiche kann mit den Koronararterien passieren. Die Ablagerungen, die sich darin im Verlauf vieler Jahre gebildet haben, verlangsamen den Blutfluss. Man nennt diesen Prozess Arterienverkalkung oder Atherosklerose.
Gefäßverkalkungen werden am häufigsten durch Rauchen, hohe Blutfettwerte, Übergewicht und durch eine stressreiche und hektische Lebensweise verursacht. Natürlich gibt es auch eine genetische Veranlagung. Dadurch treten in vielen Familien gehäuft Herz-Kreislauf-Krankheiten auf.
Testen Sie ihr Risiko eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen!
Da die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eng mit dem Lebensstil zusammenhängt, können Sie Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wesentlich reduzieren. Dafür ist es nie zu spät. Und darum geht es:
- mehr Bewegung
- gesünder essen
- Nichtrauchen
Beginnen Sie mit kleinen Schritten - heute noch. Wir schlagen Ihnen 6 Punkte vor, die sie zu ihren Zielen machen können. Sechs Ziele, die im Laufe weniger Tage oder Wochen zu Ihrem Alltag dazugehören werden - ohne großen Verzicht, ohne radikale Änderungen des Lebens.
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Ziel 1
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Täglich 5 Portionen Obst und/oder Gemüse essen. Mageres Fleisch und fettarme Milchprodukte vorziehen.
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| Ziel 2 |
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Sich mindestens 30 Minuten pro Tag bewegen.
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| Ziel 3 |
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Nicht mehr rauchen (oder das Rauchen einschränken) und Passivrauchen meiden.
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| Ziel 4 |
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Das Gesamtcholesterin sollte unter 200mg/dl sein.
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| Ziel 5 |
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Der Blutdruck sollte dauerhaft unter 135/85 mm Hg liegen (ideal 120/80 mm Hg).
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| Ziel 6 |
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Jährlich einmal zur Gesundenuntersuchung gehen - auch wenn man keine Beschwerden hat.
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Zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen, der Herzinfarkt, Angina Pectoris, Herzinsuffizienz und der plötzliche Herztod. Lesen Sie auch über den Unterschied zwischen Herzinfarkt und dem Schlaganfall (Hirninfarkt).
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Was ist ein Herzinfarkt?
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Das Herz ist von Blutgefäßen, den Herzkranzgefäßen (Koronararterien) umgeben. Sie versorgen das Herz mit Blut und Sauerstoff. Wird eines dieser Gefäße durch ein Blutgerinnsel verstopft, kann das Blut nicht mehr zirkulieren. Die Sauerstoffzufuhr ist somit unterbrochen, und das Gewebe geht zu Grunde. Wird das Blutgerinnsel nicht umgehend behandelt, stirbt dieser Teil des Herzmuskels ab.
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Symptome eines Herzinfarkts:
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Symptomatisch sind plötzlich auftretende, starke, drückende oder brennende Schmerzen im vorderen oder linken Brustbereich. Oft strahlen die Schmerzen in den linken Arm aus. Zusätzlich kann ein Beklemmungs- oder Engegefühl auftreten, "wie wenn ein Stahlreif die Brust zusammenschnürt".
In anderen Fällen können die Schmerzen auch in Arm, Fingern, Bauch, Rücken, Hals, Unterkiefer oder Ohr vorkommen. Plötzliche schwere Atemnot mit oder ohne gleichzeitiges Auftreten von Brustschmerzen kann auch ein Hinweis auf einen Herzinfarkt sein. Manche Menschen werden plötzlich bewusstlos oder haben schwere Schwindelgefühle. Verstopft das Gerinnsel eines der großen Herzkranzgefäße, führt dies meist unmittelbar über schwere Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) zum Tod (plötzlicher Herztod).
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Was versteht man unter Herzinsuffizienz?
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Von Herzinsuffizienz spricht man, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, die Gewebe mit genügend Blut und somit Sauerstoff zu versorgen.
Andere Ausdrücke für Herzinsuffizienz sind Myokardinsuffizienz, Herzmuskelschwäche oder im fortgeschrittenen Stadium Herzversagen.
Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. In Europa und der Vereinigten Staaten leiden rund 8,5 Millionen Menschen an Herzinsuffizienz.
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Was ist Angina pectoris?
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Bei der Angina pectoris führt eine akute Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und Nährstoffen zu starken Schmerzen in der Herzgegend. Engegefühl, Atembeklemmungen und Schmerzen in der Brustmitte sind die Folge.
Die Schmerzen können in verschiedene Richtungen ausstrahlen und sehr unterschiedliche Beschwerden hervorrufen. Deswegen werden Angina-pectoris-Beschwerden manchmal fälschlich als Magen-, Zahn- oder Schulter- und Armschmerzen gedeutet.
(Quelle: "Mein Herz - Ein persönlicher Ratgeber", Stadt Wien, www.netdoktor.at)
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Symptome der Angina pectoris:
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- drückende Schmerzen hinter dem Brustbein oder im ganzen Brustkorb
- eventuell Ausstrahlen der Schmerzen in den linken Arm bis in die Hand, in beide Arme, in den Hals, den Unterkiefer und die Zähne oder in den Bauch; eventuell Übelkeit, Erbrechen
- beklemmendes, würgendes Gefühl im Hals
- plötzliche Atemnot
- Angst, oft Todesangst, Erstickungsangst
- Schweregefühl, Taubheitsgefühl oder Gefühllosigkeit in Arm, Schulter, Ellenbogen oder Hand - zumeist auf der linken Seite
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Was ist ein Schlaganfall (auch genannt Hirninfarkt, Gehirnschlag)?
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Wenn es zu einer örtlichen Mangeldurchblutung im Gehirn gekommen ist, so spricht man von einem Hirninfarkt. (Beim Herzinfarkt, handelt es sich um eine Mangeldurchblutung des Herzens.)
Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Diese kann verursacht sein durch:
- eine Mangeldurchblutung (Ischämie), weil ein zum Gehirn führendes Blutgefäß plötzlich verstopft wird, oder
- eine Blutung durch den plötzlichen Riss eines Blutgefäßes.
Durch diese Vorgänge erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen.
Je nachdem, welche Gehirnteile betroffen sind, können unterschiedlichste Symptome auftreten. Am häufigsten sind halbseitige Lähmungen mit Herabhängen des Mundwinkels auf der betroffenen Seite. Hinzu kommen Sprach-, Gefühls- , Schluck- und Sehstörungen sowie Drehschwindel, Übelkeit, Erbrechen und Augenmuskellähmungen.
Bei schwereren Infarkten kommt es zu Bewusstseinstrübungen bis hin zur Bewusstlosigkeit.
(Quelle: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Gütersloh)
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Krankheitssymptome unterscheiden sich bei Männern und bei Frauen!
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Während Männer in den meisten Fällen über Brust-, Rücken- und Oberarmschmerzen klagen, haben Frauen eher Beschwerden im Oberbauch, Atemnot, Schwäche, Übelkeit und Erbrechen.
Das heißt, die Beschwerden von Frauen sind diffuser und damit schwieriger zuzuordnen. Ärztinnen und Ärzte schließen bei Frauen oft auf Gallenbeschwerden und psychosomatische Probleme. Hinzu kommt, dass die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Symptomatik bisher nicht ausreichend in die Aus- und Fortbildung von MedizinerInnen einfließen. In der Folge werden Herzinfarkte bei Frauen häufig nicht als solche diagnostiziert bzw. viel später erkannt als bei Männern.
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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 07.07.2004
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